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Wanderung von Hammerhaien im Golf von Mexiko |
Schaufelnasen-Hammerhaie (Sphyrna tiburo) leben bevorzugt in Küstennähe, wo sie auch befischt werden. Für den Schutz dieser Haiart ist es sehr wichtig zu wissen, ob Verluste in einem Gebiet durch Zuwanderung von Tieren aus einem anderen, weniger intensiv befischten Gebiet, kompensiert werden können.

© SeaPics / Hai-Stiftung
Abbildung: Ein Schaufelnasen-Hammerhai (Sphyrna tiburo).
Die Diplomarbeit von Markus Ruch am Zoologischen Museum der Universität Zürich beschäftigt sich mit diesem Thema.
Anhand molekularbiologischer Verwandschaftsanalysen verschiedener Schaufelnasen-Hammerhai Populationen im Golf von Mexiko konnte bereits festgestellt werden, dass gewisse Populationen in diesem Gebiet in unterschiedlichem Mass Individuen untereinander austauschen. Je weniger Austausch, desto empfindlicher reagieren diese Gruppen auf Überfischung.

© Hai-Stiftung
Abbildung: Genetischer Austausch bei Schaufelnasen-Hammerhaien im Golf von Mexiko. Schwarze Pfeile: dünn = geringer Austausch, dick = starker Austausch.
Die Diplomarbeit wurde im Januar 2001 eingereicht und akzeptiert. Für die Publikation in einer wissenschaftlichen Zeitschrift werden momentan noch weitere Proben aus dem Gebiet Panama (Mexiko) untersucht.
Publikation: Diplomarbeit über Schaufelnasen-Hammerhaie
Die Stiftung hat die wissenschaftliche Aufsicht (Betreuer Dr. Gaston D. Guex), beschafft die Gewebeproben aus den verschiedenen Regionen und teilfinanziert das Projekt mit bisher ca. 5'000 CHF
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Fiji: Bullenhai Wanderungen und ihre Kinderstube |
Für nahezu alle Haiarten fehlen biologische Daten, speziell über ihre exakten geographischen Verbreitungsgebiete, ihr Migrationsverhalten oder zuverlässige Zahlen zu Populationsgrössen. Dies trifft auch auf weitverbreitete, küstennah lebende Arten wie den Bullenhai (Carcharhinus leucas) zu.

© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Abbildung: Bullenhaie (Carcharhinus leucas).
An Orten, an denen Bullenhaie auf regelmässiger Basis angetroffen werden können, haben Beobachtungen während der letzten Jahre gezeigt, dass erwachsene Individuen diese Gebiete im Frühling für zwei bis vier Monate verlassen und im Sommer zurückkehren. Wohin sie während dieser Zeit migrieren ist bislang unbekannt. Der Schluss liegt nahe, dass Bullenhaie während dieser Zeit ihre Reproduktionsgebiete/Kinderstuben aufsuchen.
Anfang 2003 wurde deshalb von einem internationalen Forscherteam in den bahamesischen Gewässern das Bullenhai Tagging Programm gestartet. Das Ziel dieses Programmes ist es, die Kinderstuben der Bullenhaie und die zu ihnen führenden Migrationsrouten zu finden. In einem zweiten Schritt sollen Konzepte zum Schutz dieser Gebiete zu erarbeitet werden.
Basierend auf den Erfahrungen und Resultaten des Bahama-Pilotprojektes wurden 2004 die Studie zum Migrationsverhalten der Bullenhaie auf den Fiji Inseln gestartet. Diverse Bullenhaie wurden für die Untersuchung mit Satellitensendern markiert. Die Sender lösen sich zu einem festgesetzten Zeitpunkt vom Hai und senden Daten über Wanderrouten, Tiefe, Temperaturen etc. an die Satelliten. Die Daten können dann mit spezifischen Computerprogrammen ausgewertet werden. In einer ersten Phase wurden drei Bullenhaie mit Satellitensendern ausgestattet, die sich Ende 2004 von den Haien lösen und an die Oberfläche treiben werden. Im Verlauf des Jahres 2004 wurden weitere Bullenhaie mit solchen Sendern ausgerüstet. Ende 2004 trafen die ersten Daten ein, die 2005 ausgewertet werden können.

© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Abbildung: Vorbereitung der hoch komplexen Sender.
Gleichzeitig mit dem Anbringen der Sender wurden erste Schritte zur Implementierung von Schutzbestimmungen initiiert. Dabei handelt es sich um kleinere Riffabschnitte, wo regelmässig Bullenhaie gesichtet werden und die für die Fischerei nicht mehr zugänglich sind: siehe auch das Projekt der Hai-Stiftung Haischutz-Zone
Projektleiter Jürg Brunnschweiler
Die Stiftung teilfinanziert 2004 das Projekt mit zwei Satelliten-Sendern: ca. 10'000 CHF
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