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Hai Kinderstuben Florida |
Das Projekt Hai-«Kinderstuben» in Rookery Bay/Ten Thousand Islands wird von Pat O'Donnel in Zusammenarbeit mit dem Mote Marine Lab (Prof. Castro) betreut. Seit Projektstart wurden insgesamt ca. 439 Junghaie gefangen und vermessen, 23 davon waren Wiederfänge und 23 wurden entweder tot geborgen oder starben kurz nach dem Fang. Nach einem Sturm im August 2004 sank das Hausboot, von dem aus das Projekt durchgeführt wurde. Die Stiftung wird sich 2005 an der Wiederherstellung des Hausbootes beteiligen.

© Innerspace Visions / Hai-Stiftung
Abbildung: Ein Baby Schaufelnasen-Hammerhai (Sphyrna tiburo) wird markiert.
Die «Kinderstuben» der Haie befinden sich meistens in Flachwassergebieten, in denen die Baby-Haie vor grösseren Räubern geschützt aufwachsen können. Da Haie im Gegensatz zu Knochenfischen nur sehr wenig Nachwuchs haben, ist es äusserst wichtig, dass die wenigen Jungen die besten Chancen für den Start in ihr zukünftiges Haileben erhalten.
Doch viele Flachwasserregionen, vor allem die Mangrovengebiete in den wärmeren Gewässern, werden immer rarer. Sie werden für Landgewinnung, Fisch- und Crevettenfarmen gerodet. Die wenigen noch erhaltenen Mangrovengebiete werden durch Umweltverschmutzung und andere, meist vom Menschen ausgehenden, Faktoren bedroht.

© J. Stafford-Deitsch / Hai-Stiftung
Abbildung: Baby Zitronenhai zwischen Mangroven.
Die Hai-Stiftung unterstützt das Langzeitprojekt in Floria (USA), das die biologischen Prozesse in einer Region mit vielen Hai-Kinderstuben untersucht. Die Untersuchungen in der «Tenthousand Islands Region» im Osten Floridas sollen unser Wissen über Hai-Kinderstuben, ohne dass wir sie nicht richtig schützen können, erweitern. Wissenschaftler und Regierungen sollen anhand der gewonnenen Informationen Schutzmassnahmen für die wenigen noch verbleibenden Hai-Kinderstuben erarbeiten können.
Präsentation der ersten Auswertungsdaten des Rookery Bay / Tenthousand Islands Hai-Kinderstuben Projektes von Pat O'Donnel:
Rookery Poster (PDF, 304 kb)
Die Stiftung finanziert den gesamten Hai-Teil des Projekts seit 1999 mit insgesamt: ca. 16'800 CHF
Im August 2005 unterstützte die Stiftung die Rekostruktion des Hausbootes mit CHF 8'800.
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Fiji: Bullenhai Wanderungen und ihre Kinderstube |
Für nahezu alle Haiarten fehlen biologische Daten, speziell über ihre exakten geographischen Verbreitungsgebiete, ihr Migrationsverhalten oder zuverlässige Zahlen zu Populationsgrössen. Dies trifft auch auf weitverbreitete, küstennah lebende Arten wie den Bullenhai (Carcharhinus leucas) zu.

© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Abbildung: Bullenhaie (Carcharhinus leucas).
An Orten, an denen Bullenhaie auf regelmässiger Basis angetroffen werden können, haben Beobachtungen während der letzten Jahre gezeigt, dass erwachsene Individuen diese Gebiete im Frühling für zwei bis vier Monate verlassen und im Sommer zurückkehren. Wohin sie während dieser Zeit migrieren ist bislang unbekannt. Der Schluss liegt nahe, dass Bullenhaie während dieser Zeit ihre Reproduktionsgebiete/Kinderstuben aufsuchen.
Anfang 2003 wurde deshalb von einem internationalen Forscherteam in den bahamesischen Gewässern das Bullenhai Tagging Programm gestartet. Das Ziel dieses Programmes ist es, die Kinderstuben der Bullenhaie und die zu ihnen führenden Migrationsrouten zu finden. In einem zweiten Schritt sollen Konzepte zum Schutz dieser Gebiete zu erarbeitet werden.
Basierend auf den Erfahrungen und Resultaten des Bahama-Pilotprojektes wurden 2004 die Studie zum Migrationsverhalten der Bullenhaie auf den Fiji Inseln gestartet. Diverse Bullenhaie wurden für die Untersuchung mit Satellitensendern markiert. Die Sender lösen sich zu einem festgesetzten Zeitpunkt vom Hai und senden Daten über Wanderrouten, Tiefe, Temperaturen etc. an die Satelliten. Die Daten können dann mit spezifischen Computerprogrammen ausgewertet werden. In einer ersten Phase wurden drei Bullenhaie mit Satellitensendern ausgestattet, die sich Ende 2004 von den Haien lösen und an die Oberfläche treiben werden. Im Verlauf des Jahres 2004 wurden weitere Bullenhaie mit solchen Sendern ausgerüstet. Ende 2004 trafen die ersten Daten ein, die 2005 ausgewertet werden können.

© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Abbildung: Vorbereitung der hoch komplexen Sender.
Gleichzeitig mit dem Anbringen der Sender wurden erste Schritte zur Implementierung von Schutzbestimmungen initiiert. Dabei handelt es sich um kleinere Riffabschnitte, wo regelmässig Bullenhaie gesichtet werden und die für die Fischerei nicht mehr zugänglich sind: siehe auch das Projekt der Hai-Stiftung Haischutz-Zone
Projektleiter Jürg Brunnschweiler
Die Stiftung teilfinanziert 2004 das Projekt mit zwei Satelliten-Sendern: ca. 10'000 CHF
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